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Kur in Bad Schlema

Der Weg zum Radiumbad Oberschlema
Radiumbad Oberschlema - das stärkste Radiumbad der Welt

Er(z)leben ... Kur in Bad Schlema

Der Kurbetrieb in Bad Schlema hat seinen Ursprung im Bergbau des Erzgebirges. 
1789 entdeckte Martin Heinrich Klaproth in einer Pechblendestufe einer Johanngeorgenstädter Grube das Element Uran. 1896 entdeckte Antoine Henri Becquerel zufällig die Radioaktivität des Urans. 1898 entdeckten Marie Curie und ihr Ehemann Pierre Curie in Abfallerzen aus Joachimsthal die Elemente Polonium und Radium. Dies war der Auslöser für die Errichtung eines Heilbades im böhmischen St. Joachimsthal, welches im Jahr 1906 eröffnet wurde. Es nutzte radioaktive Wässer der dortigen Uran-Silber-Lagerstätte. Dem folgte die Suche nach radioaktiven Wässern in Sachsen. 1909 wurden durch Richard Friedrich in Oberschlema starke radioaktive Quellen im Markus-Semmler-Stolln entdeckt. Daraufhin wurde in Oberschlema 1916 mit dem Bau eines Heilbades begonnen, welches 1918 eröffnet wurde. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges 1945 wurden diese Quellen in Oberschlema der Ausgangspunkt für die sowjetischen Erkundungsarbeiten auf Uran für das sowjetische Kernwaffenprogramm. Dies bedeutete im Jahr 1946 das Aus für das Radiumbad Oberschlema. Das Erscheinungsbild des weltberühmten Kurortes Radiumbad Oberschlema änderte sich von Tag zu Tag. Vom einstigen Glanz des Kurortes war bereits nach kurzer Zeit nichts mehr zu sehen. Schächte und Haldenschüttungen prägten das Ortsbild. Bereits nach kurzer Zeit waren Bergschäden an Gebäuden und in der Landschaft unübersehbar. Aus diesem Grund wurde der Ortskern Anfang der 1950er Jahre abgerissen. Nur wenige Häuser - unter anderem das Haus Ilse - wurden vom Abriss verschont.

Mit der politischen Wende änderte sich die Situation im Ort grundlegend. Anfang der 1990er Jahre wurden am Gleesberg neue Radonwässer erschlossen. 1998 wurde ein neues Kurmittelhaus mit dem Gesundheitsbad Actinon eröffnet. Bad Schlema durfte den Titel Ort mit Heilquellenkurbetrieb führen. Im Jahr 2004 wurde Schlema als Heilbad anerkannt.
An dieser Stelle sei gesagt, dass diese Entwicklung den Bemühungen einiger Weniger zu verdanken ist, welche anfänglich mit Ihren Ideen verlacht und als Spinner bezeichnet wurden.

Im Radiumbad Oberschlema wurde das Haus Ilse Anfang der 1930er Jahre als Pension für Kurgäste erbaut . Im Haus gab es ca. 15 Fremdenzimmer sowie ein kleines Geschäft im Erdgeschoss. Der Zuschnitt der Zimmer ist noch heute erkennbar. In den Anfangszeiten des Uranbergbaus wurde das Haus Ilse von der SAG Wismut genutzt. Seit Mitte der 1950er Jahre ist das Haus Ilse ein Wohnhaus. Zusätzlich gab es in den Jahren 1996 - 2006 eine Ferienwohnung mit 100m² Wohnfläche in der ersten Etage. Aktuell vermieten wir eine Ferienwohnung für zwei Personen. Unsere zentrale Lage in unmittelbarer Nähe zum Kurmittelhaus bedeutet für unsere Gäste kurze Wege zu den Kureinrichtungen und zu den Restaurants / Gaststätten des Kurortes Bad Schlema.

Sie interessieren sich für die Geschichte unseres Ortes? Bei einem Besuch in unserem Haus berichten wir Ihnen gern mehr darüber. Für die Leser unter unseren Gästen haben wir einiges an Literatur über das Radiumbad Oberschlema sowie dem heutigen Kurort Bad Schlema.

© Copyright 2019 Gerd Winter